MRT der Prostata

Wie wird die multiparametrische MRT der Prostata durchgeführt?

Die Untersuchung erfolgt in einem modernen Hochfeld-MRT mit besonders großer Öffnung, das auch Patienten mit Beklemmungsgefühl eine komfortable Untersuchung erlaubt. Der Kernspintomograph erzeugt eine magnetische Feldstärke von 3 Tesla und ermöglicht die Erstellung hochauflösender Bilder zur optimalen Darstellung auch kleinerer Veränderungen.

Diese Geräteausstattung erlaubt, dass die herkömmliche reine „Schwarz-Weiß“-Bildgebung in der MRT mit funktionellen Parametern kombiniert werden kann. Daher wird diese Kombination als „multiparametrische MRT-Untersuchung“ bezeichnet.

Das typischerweise verminderte Signal, mit dem ein bösartiger Tumor zu erkennen ist, ist in der herkömmlichen MRT oft schwer gegenüber Signalen einer gutartigen Veränderung abzugrenzen. Im Grönemeyer Institut führen wir daher folgende Zusatzuntersuchungen durch:

Dynamische Kontrastmitteluntersuchung

Bei dieser Untersuchung werden 40 Aufnahmen der gesamten Prostata in Folge erstellt. Sie zeichnen die Anflutung und das Auswaschen des Kontrastmittels auf. Per Computerauswertung entstehen Kurven, anhand derer gegebenenfalls tumortypische Veränderungen zu erkennen sind.

Diffusionswichtung

Informationen über die Molekularbewegung von Wasser lassen Rückschlüsse auf die Zelldichte zu, die bei bösartigen Tumoren gegenüber der Zelldichte des normalen Prostatagewebes erhöht sein kann. Das niedrige Signal (dunkler Fleck) zeigt ein Areal mit verminderter Diffusion, das einem Tumor entspricht.