Therapie der Facettengelenke

Behandlung der Facettengelenke bei chronischen oder akuten Nacken-, Brust- oder Rückenschmerzen infolge von Arthrose (Verschleiß).

Die Facettengelenke verbinden die einzelnen Wirbelkörper untereinander und ermöglichen die Beweglichkeit unserer Wirbelsäule. Auch die Rippengelenke (Costotransveral-, Costovertebralgelenke) sind über kleine Gelenke mit der Wirbelsäule verbunden.

Wie äußert sich die Facettengelenksarthose?

Die Arthrose der Facettengelenke verursacht häufig Rückenschmerzen im Bereich des Nackens und der Brust, eine Schmerzausstrahlung in Arme oder Beine ist eher selten. Häufig sind die Beschwerden morgens nach dem Aufstehen besonders präsent, lassen aber bei mäßiger Bewegung wieder nach. Große Belastungen jedoch verursachen stärkere Beschwerden, weshalb einige Menschen auf ausreichende Bewegung verzichten. Dies jedoch begünstigt den Krankheitsverlauf der Arthrose.

Behandlung der Wirbelgelenke bei Rückenschmerzen


 

Diese Gelenke und auch das Iliosakralgelenk, welches das Kreuzbein mit dem Darmbein verbindet, können bei Verschleiß (Degeneration) oder Entzündung die Ursache starker Rücken- bzw. Nacken-Schulterschmerzen sein. Zur Therapie der betroffenen Gelenke stehen uns mehrere Therapieformen zur Verfügung:

Wir können zum einen die Gelenkblockade mit Medikamenten behandeln. Hierbei injizieren wir unter CT-Steuerung kurz oder lang wirkende Medikamente im Gelenk selbst und auch um das Gelenk herum. Wenn die Beschwerden abnehmen, können wir mit Hilfe der gezielten Krankengymnastik die betroffenen Muskelgruppen trainiert werden.

In der nächsten Stufe behandeln wir die betroffenen Gelenke durch Nervenverödung (Neurolyse). Hierbei veröden wir die jeweiligen versorgenden Nerven des kleinen Wirbelgelenkes. Dadurch kann eine länger anhaltende Schmerzlinderung erreicht werden, sodass die Patienten langfristig wieder aktiv werden können.

Verödung der Beschwerden verursachenden Nerven des Facettengelenks

  • Methode 1: Chemische Verödung: Alkohol (Ethanol 94%) oder Zuckerlösung (Glucose 5%) veröden auf chemische Weise die bestehenden Nerven eines jeweiligen Gelenkes.
  • Methode 2: Thermische Verödung. Hochfrequenzstrom verödet die versorgenden Nerven (medialer Ast des Ramus dorsalis N.spinalis) der betroffenen Gelenke. Die Behandlung findet ambulant und unter Lokalanästhesie (örtlicher Betäubung. Nach CT-gesteuerter Platzierung der Spezialsonden wird zunächst mit Hilfe eines speziellen Verfahrens der Nerv aufgesucht und dann gezielt mit ca. 90°C Temperatur verödet.

Beide Therapien sind in der Regel aufgrund der örtlichen Betäubung fast schmerzfrei.