Wirbelgleiten

Probleme können uns im Alltag auch kleine Ungenauigkeiten unserer Wirbelsäule bereiten. Genauer: Ein oder mehrere Wirbel verrutschen, einzelne Wirbelkörper verschieben sich gegeneinander. Die Wirbelsäule versucht, diese Schiefstellung, die sowohl angeboren als auch die Folge von Verschleiß sein kann, auszugleichen. Dies geschieht unter Beanspruchung sämtlicher Elemente unseres Rückgrats..

Vor allem die Lendenwirbelsäule, der am meiste belastete Teil unserer Wirbelsäule, ist vom Wirbelgleiten betroffen. Muskeln und Bänder müssen in diesem Bereich besonders stark ausgeprägt sein, um die Belastungen im Alltag zu meistern. Sind sie jedoch zu schwach, so können die Lendenwirbel bauchabwärts gleiten und das Rückenmark reizen oder sogar einklemmen.

Wie behandeln wir Wirbelgleiten?

Die Stärkung der Rückenmuskulatur, etwa durch Krankengymnastik und ausreichende Bewegung, bietet sich bei leichtem Wirbelgleiten an. Sollten die Beschwerden durch diese Maßnahmen nicht gelindert oder beseitigt werden können, sollten in einem nächsten Schritt unter Zuhilfenahme der Mikrotherapie Medikamente zum Einsatz kommen. Sie werden mit Hilfe kleinster Instrumente an die belasteten Facettengelenke und das gereizte Rückenmark gebracht.

Sollte das Wirbelgleiten durch Verschleiß entstanden sein, kann das Tragen eines Stützkorsetts die Beschwerden mildern. Sind jedoch Nerven eingeklemmt, die starke Beschwerden verursachen, müssen die Nervenkanäle operativ erweitert und die Wirbel wieder miteinander verbunden werden.